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Montag, 29. November 2010

1000 Wünsche waren nicht genug...

Gestern Morgen hatte ich nach dem Aufstehen ein ungutes Gefühl.
Ich konnte mir nicht erklären was es war, bis ich dann nach dem Abendessen einen Anruf von meinem Papa bekam.
Meine Cousine Sandra, der ich im Sommer die Decke "1000 Wünsche" genäht habe, ist gestern am frühen Morgen, wie es aussieht ganz friedlich im Schlaf gestorben.
Die Nachricht war wie ein Schlag ins Gesicht. Klar mussten wir damit rechnen, und sicher ist Sandra nun von ihrem langen Leiden erlöst, aber trotzdem - wenn es soweit ist, ist es schrecklich. Vor meiner Kur wollte ich sie noch besuchen, hab es dann aber wegen Terminen hier und da einfach nicht geschafft. Dieser Gedanke quält mich nun ziemlich, und natürlich auch, dass ich zur Beerdigung nicht da sein kann. Ich finde es unendlich schade, sie nicht auf ihrem letzten Weg begleiten zu können.
Ich dachte, ich schreib Euch da hier, weil viele von Euch schließlich geholfen haben den Quilt für Sandra möglich zu machen.
Zwischenzeitlich hatte ich aus Euren Stoffen auch noch einen Wandbehang gemacht, den ich leider vergessen hab zu fotografieren. Darin waren Eure genähten Blöckchen verarbeitet. Die Familie hatte sich auch hierüber sehr gefreut!

traurige Grüße
Kerstin

Kommentare:

  1. Lass Dich mal ganz doll drücken.
    Ich wüsste nicht, was ich Dir sonst noch sagen könnte.

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  2. Liebe Kerstin,
    fuehl dich mal ganz fest gedrueckt.
    Es ist sehr schwierig dir was zu raten.
    Vielleicht schreibst du SAndra einen Brief und legst ihn dann, wenn du wieder daheim bist auf ihr Grab.

    When tomorrow starts without me,
    don't think we're far apart,
    everytime you think about me,
    I'm right here - in your heart

    Big hug
    Gunda

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  3. Oh man manchmal hat man einfach so Gefühle..

    ich habe hier ein Gedicht, was mir ziemlich gut bei dem Tod meiner Oma gefallen hat, vielleicht hilfts Dir ja auch ein wenig..

    Der Tod ist doch gar nichts

    Ich bin nur nach nebenan gegangen…

    Ich bin ich und Ihr seid Ihr

    Was immer wir für einander waren

    Wir sind es immer noch.



    Ruft mich bei meinem Namen

    Der Euch so bekannt ist.

    Redet mit mir, wie eh und je.

    Ändert auch nicht den Tonfall und zwingt

    Euch weder Ernst noch Trauer.



    Lacht, wie wir immer gemeinsam über kleine

    Späße gelacht haben.

    Spielt zusammen, lächelt, denkt an mich.

    Betet für mich.



    Braucht meinen Namen so häufig, wie ihr ihn

    Immer gebraucht habt.

    Ohne andere Betonung, nicht als Geist und ohne

    Schatten darüber.



    Leben hat seine Bedeutung behalten.

    Es ist wie früher, es geht weiter, ohne Unterbruch.



    Was ist dieser Tod, außer einem unbedeutenden

    Zwischenfall?

    Warum sollte ich aus Euren Gedanken verschwinden,

    nur weil ihr mich nicht sehen könnt?



    Ich warte inzwischen auf Euch, ganz nah –

    Nur um die Ecke….



    (Rey Cannon Scott)

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Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar :o) Ich freue mich immer sehr über Antworten zu meinen Beiträgen!